Amalgam

Zahnfüllungen

Eine Amalgam-Zahnfüllung kann bis zu einem Gramm Quecksilber enthalten. Eine winzige Menge davon verdampft bei 37°C im Mund ständig und wird eingeatmet oder gelangt mit der Nahrung in den Magen. Dies lässt sich in der Atemluft und später im Urin messen. Ohne Frage ist Quecksilberdampf gesundheitsschädlich. Ob die Emissionen von wenigen Amalgamfüllungen ausreichen, tatsächlich Schädigungen zu verursachen, ist umstritten seitdem es die Füllungen gibt. Einige Menschen erleiden durch die Quecksilberbelastung negative gesundheitliche Folgen, andere bemerken nichts. Die medizinischen Folgen einer Quecksilbervergiftung sind im Umweltsurvey des Umweltbundesamtes beschrieben.

Mitte der 90er Jahre gab es eine Sammelklage von 1500 Personen gegen den Amalgam-Hersteller Degussa wegen „Körperverletzung im Zusammenhang mit der Herstellung und dem Vertrieb von Zahnfüllstoffen (insbesondere: Amalgam)“. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen gegen drei Degussa-Manager gegen Zahlung von von 300.000 DM ein. Die Verfügung des Staatsanwaltes liest sich jedoch wie ein vernichtendes Urteil gegen Amalgam, ebenso das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene „Kieler Amalgam-Gutachten“.

Feuerbestattung

Unabhängig davon, ob die individuelle Gesundheit gefährdet ist oder nicht, ist der Umgang mit Quecksilber für die Umwelt gefährlich. Jahrzehntelang haben sich Zahnärzte und ihre Assistentinnen mit Quecksilberdämpfen vergiftet. Heute gehen die meisten Ärzte vorsichtiger mit dem Schwermetall um.

Stirbt ein Mensch, werden die Zahnfüllungen vor der Verbrennung oder Erdbestattung nicht entfernt. Krematorien in Deutschland filtern das Quecksilber aber nicht aus dem Abgas! Die Grenzen für CO, Staub, organische Stoffe, Dioxine und Furane sind in §4 der 27. BImSchV geregelt. In der Schweiz gibt es dagegen schon lange auch strenge Grenzwerte für Quecksilber. Norwegen und Großbritannien haben in den letzten Jahren welche eingeführt.

Generell ist eine Feuerbestattung meistens umweltfreundlicher als eine Erdbestattung, bei der die im menschlichen Körper gesammelten Schadstoffe in den Boden gelangen. Wichtig ist aber, dass die Krematorien über bestmögliche Filter verfügen.

Die Quecksilbermenge pro Leiche variiert stark. Durchschnittlich sind es vielleicht 2-5 Gramm. Eine einzelne große Amalgamfüllung kann schon 1 g Quecksilber enthalten. Am einfachsten wäre es Zahnfüllungen vor der Verbrennung zu entfernen. Das wird aus „ethischen“ Gründen nicht getan (Herzschrittmacher und Prothesen aber herausoperiert, als ob eine offene Brust ethischer wäre als ein Loch im Zahn…)

Artikel

Literatur

Peter Maxson: „Mercury in Dental Use : Environmental Implications for the European Union“, Brüssel, Mai 2007.

Verfügung der Staatsanwaltschaft gegen drei Degussa-Manager wegen Körperverletzung im Zusammenhang mit der Herstellung und dem Vertrieb von Zahnfüllstoffen (insbesondere: Amalgam), Frankfurt, den 31.05.1996

Umweltsurvey des Umweltbundesamtes mit Daten zur Quecksilberbelastung der Bevölkerung.

Umwelt-Survey 1998, Band VII: Arsen, Schwer- und Edelmetalle in Blut und Urin der Bevölkerung in Deutschland – Belastungsquellen und -pfade (PDF, 1,4 MB)

11 Antworten zu Amalgam

  1. HabeHandy sagt:

    Nur hält eine Amalganfühlung viel besser als Kunststoff. Auch ist die Quecksilberbelastung minimal wenn man beim Legen der Füllung korrekt mit den Kofferdam arbeitet.

  2. Das ist ein rätselhafter Satz: „Unabhängig davon, ob die individuelle Gesundheit gefährdet ist oder nicht, ist der Umgang mit Quecksilber für die Umwelt gefährlich.“
    Es ist sicher, dass die individuelle Gesundheit durch Quecksilber gefährdet wird. Aber an welcher Stelle wird die Umwelt gefährdet? Wird das Klima gefährdet? Sind Landschaft oder Artenvielfalt gefährdet?
    Leider kennt die Schulmedizin keine Diagnostik, mit der zweifelsfrei eine chronische Quecksilbervergiftung am lebenden Menschen nachgewiesen werden kann. Bedient sich der Patient alternativmedizinischer Methoden, wird das von der Schulmedizin abgelehnt. Deshalb sind Umfang und Schwere der Quecksilbervergiftung in der Bevölkerung unbekannt. Da die kranken Menschen Quecksilber nicht ausscheiden, sind alle Messungen, die sich auf die Auscheidung beziehen (Stuhl, Urin) falsch, auch der Umwelt-Survey. Das Papier „Amalgam: Stellungnahme aus umweltmedizinischer Sicht“ des Robert-Koch-Instituts vom Okt. 2007 und das Ergebnis des „German Amalgam Trial“ sind deutliche Beispiele dafür, wie wissenschaftliche Tatsachen negiert und verfälscht werden.

  3. Florian sagt:

    Die Umwelt sind zunächst die Zahnärzte und ihre Helferinnen, die dem Quecksilber ausgesetzt sind. Falls die Zahnfüllung wieder entfernt wird, muss das Abwasser zwar gereinigt werde, es gibt aber Zweifel, ob die Reinigung vollständig ist. Wenn die Zahnfüllung nicht entfernt wird, landet das Quecksilber schließlich auf dem Friedhof oder gelangt über das Krematorium in die Umwelt. Krematorien in Deutschland müssen keine Quecksilber-Filter haben!!!

    Ich verstehe ihre Anmerkung zu den Quecksilber-Ausscheidungen nicht. Im Umweltsurvey ist doch nachgewiesen, dass Hg ausgeschieden wird und in den Ausscheidungen gemessen werden kann. Sicherlich ist dies nur ein Teil, der Rest verbleibt im Körper.

  4. Hi, gute Infos über Amalgam zu finden is schwer,, ich hab ne Sarnierung gemacht nach Daunderer und dann DMPS genommen. Geht mir viel besser dadurch. Ein Verbot dürfte aber noch auf sich warten lassen!

    Gruß,

    Thomas!

  5. Anne S. sagt:

    Hallo Florian,

    erst jetzt bin ich auf deinen Blog gestoßen, der mir sehr gut gefällt. :-)))

    Deine Frage zu dem Beitrag von Herrn Reinhard Lauer kann ich so kommentieren.

    Nach den Forschungen und Erfahrungen von Dr. Joachim Mutter, sind Menschen die nach der Gabe von DMPS z.B. höhe Mengen Quecksilber ausscheiden in der Regel weitaus gesünder als Menschen die wenig Hg ausscheiden.
    Die Ausscheidung sagt auch nichts über die Belastung in den Zellen, Organen und dem Gehirn aus.
    Menschen die z.B. eine gleiche Anzahl von Amalgamfüllungen über eine gleich lange Liegezeit hatten, weisen nach einer Mobilisation völlig unterschiedliche Ausscheidungswerte auf.

    Die Menschen, die sehr wenig Hg ausscheiden, leiden lt. Dr. Mutter unter Entgiftungsstörungen und können daher weniger Hg ausscheiden und sind deshalb oft kränker als Menschen, die viel Hg ausscheiden können.

    http://www.torstenengelbrecht.com/artikel_wissenschaft/Mutter_Interview_Amalgam_Teil1_CoMed_0408.pdf

    http://www.torstenengelbrecht.com/artikel_wissenschaft/Mutter_Interview_Amalgam_Teil2_CoMed_0508.pdf

    http://www.toxcenter.de/artikel/Amalgam-Vergiftung-Raum-Zeit.pdf

  6. Hans Kabelka sagt:

    Heute (21.08.09) in Östereich spezielle Nachrichten, dass die meisten Fische in den USA-Flüssen einen überhohen Quecksilber-Inhalt haben. Auch in Japan fand man Fische mit zu hohen Quecksilbervorkommen.
    In der Nähe der grossen Meere, wie Pazifik ist es besser.Auf den Philippinen ist es also besser.
    Die Frage ist aktuell: Was verursacht das Problem ?
    Ich nehme an es ist die Umweltverschmutzung, speziell in den technischen Zentren: USA – Europa – Japan.
    Es ist also auch ein Ereignis, von Vielen, bei denen es kein zurück mehr gibt.
    So mancher wird jetzt mehr Interesse zeigen die Prophezeiungen in der Bibel kennenzulernen. Nur als Beispiel zitiere ich aus dem Text in Offenbarung 11:18
    „…und die zu verderben, die die Erde verderben.“
    Die Erde zu verderben war vor 2000 Jahren nicht möglich.

  7. Florian sagt:

    Hallo Hans Kabelka,
    überhöhte Quecksilbewerte in Fischen findet man auch bei uns. Vor allem Hai, Schwertfisch und Thunfisch sind betroffen, aber auch Flußfische. Die Verschmutzung stammt aus verschiedenen Quellen, einigen natürlichen (z.B. Vulkane) und anderen von Menschen verursachte, wie Kohlekraftwerke, Chlorwerke, Zahnfüllungen, Goldwäsche etc.

  8. Hallo Florian,
    1. Deine Interpretation „Die Umwelt sind zunächst die Zahnärzte und ihre Helferinnen, die dem Quecksilber ausgesetzt sind“ ist erstaunlich. Schließlich sind die Zahnärzte die Täter, die freiwillig mit Amalgam (häufig ungeschützt) arbeiten und sich dabei vergiften. Das mögen sie mit sich selbst abmachen. Es ist aber nicht zu entschuldigen, dass sie ihren Patienten vergiften – beim Legen und Entfernen der Füllung und während der gesamten Liegedauer der Amalgamfüllung.
    2. Die Gefährlichkeit von Quecksilber rührt daher, dass es in allen lebenden biologischen Systemen (auch im Menschen) gespeichert wird. Speicherung bedeutet keine Ausscheidung. Natürlich verlässt eine geringe Menge Quecksilber den Körper, die aber deutlich geringer ist als die aufgenommene Menge. Dadurch reichert sich Quecksilber im Körper an – im Gehirn, den Nieren, der Milz und vielen anderen Organen.
    3. Im vorherigen Absatz 2 erwähnte ich, dass eine kleine Menge Quecksilber auch ausgeschieden wird. Die Schulmedizin behauptet, dass die Menge dieser Ausscheidung der Organbelastung entspreche. Diese Ansicht ist falsch; so ist z.B. durch die Arbeiten von Prof. Gustav Drasch bestätigt, dass es keine Korrelation zwischen der Ausscheidung im Urin und den Organkonzentrationen gibt. Es gibt also quecksilberbelastete Menschen, die viel Quecksilber ausscheiden; diese haben meistens kaum Symptome, gelten aber in der Schulmedizin als gefähdet bzw. krank. Quecksilberbelastete Menschen, die sehr wenig oder kein Quecksilber ausscheiden, sind schlecht dran: sie entwickeln starke Vergiftungssymptome, gelten in der Schulmedizin jedoch als gesund.
    4. Viele Medien beschäftigen sich gerne mit der Quecksilberbelastung durch Fische. Auch dieses Quecksilber ist schädlich für den Menschen, wenn er den Fisch isst. Allerdings liefert der Fisch Substanzen mit, die die Schädlichkeit abmildern: die Omega-3-Fettsäuren und das Spurenelement Selen. Deshalb ist eine bestimmte Menge Quecksilber, die aus der Amalgamfüllung dampft, erheblich gefährlicher als dieselbe Menge Quecksilber im Fisch. Nach den „Environmental Health Criteria“ der WHO nimmt der Mensch täglich 2,4 µg Hg aus Fisch und bis zu 21 µg Hg aus Amalgamfüllungen auf. Daraus folgt, dass Amalgamfüllungen die mit Abstand größte und gefährlichste Quecksilberquelle darstellen. Die Quecksilberbelastung aus der übrigen Umwelt (Luft, Wasser, Boden etc.) ist verglichen damit unbedeutend.
    5. Übrigens: hohe Quecksilberbelastung entsteht aus einer weiteren medizinischen Anwendung: Impfstoffe enthalten häufig als Konservierungsstoff das quecksilberhaltige Thimerosal. Viele US-amerikanische Eltern führen darauf die dortige Autismus-Epidemie zurück.

  9. Reiner de Mosh sagt:

    ein zahnarzt aus wolfsburg machte versuche im zwangsarbeiterkinderheim.
    viele kinder starben.
    dieser arzt steckte amalgam auch nach dem kriege in den kiefer
    nicht im zahn.
    wurde entdeckt,aber durch die ärztemafie vertuscht.
    diagnoseberichte wurden einfach gefälscht.
    amalgam wurde nie erwähnt.

  10. Lilo R. sagt:

    Hallo Reiner de Mosh,

    wenn dieser Zahnarzt noch unter den lebenden weilt, sollte er beim
    Namen genannt werden und man sollte das öffentlich machen.
    Es bringt nichts, irgend etwas zu behaupten, wenn es reine Spekulationen sind.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: