Was, wenn sie nicht auf meine Anmache reagiert?

29. Oktober 2009

Energiesparlampen richtig entsorgenDie Berliner Stadtreinigung (BSR) ist bekannt für ihre witzige Werbung. Mit der neuesten Kampagne werben die „Men in Orange“ dafür, durchgebrannte Energiesparlampen nicht in den Hausmüll zu werfen. Wenn „sie“ auf die Anmache nicht mehr reagiert, muss sie zu einem der 15 Recyclinghöfe in Berlin oder einer anderen Sammelstelle gebracht werden. Das gilt natürlich auch in anderen Städten! Zu der BSR-Kampagne gibt es eine Website (www.energiesparlampen-richtig-entsorgen.de), Gratis-Postkarten und einen Flyer mit Foto-Love-Story.

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Mercury Rising

9. Februar 2009

Ban Toxics! (Philippinen)

Die Zero-Mercury-Partnerorganisationen Ban Toxics! und GAIA haben am 5. Februar in Manila / Philippinen zur Veröffentlichung einer Studie über Quecksilber diese kreative Aktion durchgeführt. Die Studie behandelt globale Quecksilberbelastung aus Müllverbrennung. Quecksilber ist in Elektroschrott, Energiesparlampen, medizinischen Produkten, Batterien und alten Messgeräten enthalten.

Studie: Mercury Rising. Reducing Global Emissions From Burning Mercury-added Products (PDF 6,2 MB).

Foto: (C) Lean John Pasion


Ideen für den Mülleimer (2): Wegwerfhandy

15. Juli 2008

Es gibt Doofe, Faule und Böse.“ schreibt Burkhard Strassmann in der ZEIT. „Darum, sagt sich der für seine Einwegfeuerzeuge bekannte Wegwerfspezialist BIC, gibt es auch einen Markt für Wegwerfhandys.“

Über dieses „praktische“ Gerät habe ich vor einiger Zeit schon mal berichtet. Jetzt hat BIC das Ding in Frankreich wirklich auf den Markt gebracht. Wie ich schon sagte: manche Ideen sind einfach für den Mülleimer. Leider landen sie dort nicht als Entwurf, sondern als fertiges Produkt. Herr Strassmann wird noch deutlicher: „Wenn das Bicphone in Frankreich ein Erfolg wird, soll sich die Pest über ganz Europa verbreiten. Ende 2008 wissen wir also Genaueres zur Frage, wie verbreitet sie hierzulande sind: die Doofen, die Faulen und die Bösen.“


Hewlett-Packard ohne Quecksilber

11. Juni 2008

„HP hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2010 komplett auf den Einsatz von Quecksilber in seinem gesamten Notebook-Portfolio zu verzichten.“

Das ist doch mal ein gutes Ziel (via: Pressemitteilung von HP). Bei Philips dagegen stand gestern Greenpeace vor der Tür (bzw. hing an der Fassade) und forderte: „Stoppt Elektroschrott!“ Im „Guide to Greener Electronics“ von Greenpeace steht HP derzeit mit anderen an siebter Stelle, Philips an 17. Dahinter kommt nur noch weit abgeschlagen Nintendo. An der Spitze liegen zur Zeit Samsung und Toshiba.


Ideen für den Mülleimer (1): das Einweghandy

15. April 2008

Manche Ideen sind einfach für den Mülleimer. Leider landen sie dort nicht als Entwurf, sondern als fertiges Produkt. So wie das Einweghandy HOP1900, das nichts mehr taugt, sobald das Guthaben abtelefoniert ist. Eine brilliante Idee, um Rohstoffe in Müllberge zu verwandeln. (via: daburna)

Sehr empfehlen möchte ich an dieser Stelle The Story of Stuff, ein brilliantes 20-min-Video über Zeugs. Hier ein Trailer:


Saubere Solarenergie

11. März 2008

„Solarstrom zehnmal umweltfreundlicher als Normalstrom“ – diese Schlagzeile ging vor kurzem durch alle Medien. Amerikanische Forscher haben umfangreiche Ökobilanzen von verschiedenen Photovoltaik-Anlagen errechnet. Dabei haben sie neben Treibhausgasen auch Schwermetalle, Stickoxide und Schwefeldioxid bei der Produktion und dem Betrieb über 30 Jahren berücksichtigt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen waren relativ klein im Vergleich zwischen Solarenergie und Energiegewinnung durch Kohlekraftwerke.

Am besten schnitten dünne Cadmium-Tellurid-Zellen ab. Über eine Dauer von 30 Jahren verursachen die Module beispielsweise bis zu 300 Mal weniger Cadmium pro Kilowattstunde als ein Kohlekraftwerk mit optimal funktionierenden Filtern.

Gleichzeitig berichtet „Spektrum der Wissenschaft“ über einen Masterplan für das Solarzeitalter, demzufolge Amerika bis 2050 unabhängig von Ölimporten werden könnte – durch Solarenergie. Der „verwegene Plan“ wird bei den Bloggern der Zeitschrift eifrig diskutiert. Reinhard Breuer (Forschern auf der Spur) ist „skeptisch und fasziniert“. Lars Fischer (Abgefischt) argumentiert stattdessen für dezentrale Energiegewinnung. „Die Herausforderung der Zukunft ist den gegenwärtigen Lebensstandard mit einem Bruchteil des gegenwärtigen Energieverbrauchs sicherzustellen.“


Ehrung für Lampensammler

3. März 2008

Die Deutschen kaufen zunehmend energieeffiziente Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren – im Jahr 2006 waren es allein 150 Millionen. Die Lampen enthalten jedoch kleine Mengen Quecksilber und dürfen deshalb nicht in den Restmüll, sondern müssen nach dem Elektrogesetz von anderen Abfällen getrennt gesammelt und anschließend wiederverwendet oder umweltgerecht verwertet werden. Für ihre vorbildliche verbraucherfreundliche und erfolgreiche Sammlung von Altlampen aus privaten Haushalten und Gewerbe hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) den Zweckverband Abfallwirtschaft Celle und die Lebenshilfe Celle gGmbH mit dem Green Electronics-Preis ausgezeichnet.

Früher mussten Unternehmen, die in Celle mehr als 50 ausrangierte Lampen angeliefert haben, pro Lampe 50 Cent zahlen. „In der Vergangenheit waren die nächsten kostenlosen Abgabestellen für Altlampen aus Gewerbebetrieben in Salzwedel und Hannover und deswegen für die Betriebe in Celle nicht gerade um die Ecke. Jetzt übernehmen wir die Lampentransporte vom Endverbraucher – privat oder gewerblich – zur Lightcycle-Sammelstelle“, erklärte Reinhard Klein, Geschäftsführer Lebenshilfe Celle.