Amalgamabscheider

Zahnärzte stopfen Quecksilber in löchrige Zähne und holen es auch wieder raus. Amalgamfüllungen bestehen etwa zur Hälfte aus Quecksilber und dünsten bei wollig-warmen 37°C im Mund ständig kleine Mengen des Schwermetalls aus. Ich habe es selber gemessen, die Emissionen lagen zwischen etwa 50 und 500 Nanogramm pro Kubikmeter Luft und damit mindestens 10-100 mal über normaler Stadtluft. Folgendes Video macht die Ausdünstungen sichtbar:

Dass Amalgamfüllungen gesundheitlich völlig undbedenklich sind ist so unglaubwürdig wie die jahrzehntelangen Lügen der Tabakindustrie, dass Zigaretten nichts mit Lungenkrebs zu tun hätten. Die Emissionen sind da und Quecksilberdampf ist schädlich, das bezweifelt niemand. Mitte der 1990er Jahre gab es eine Sammelklage von 1.500 Menschen gegen drei verantwortliche Manager des Amalgamherstellers Degussa. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen gegen Zahlung von von 300.000 DM ein gestellt, die Verfügung liest sich jedoch wie ein vernichtendes Urteil gegen Amalgam.

Dennoch sollte man nicht in Panik geraten und sich gut überlegen, bevor man Amalgamfüllungen entfernen lässt. Die meisten Menschen mit einigen kleineren Amalgamfüllungen haben keine (offensichtlichen) Probleme. Die größten Emissionen entstehen erst beim Entfernen der Füllungen. Wer viele hat und sie alle auf einmal entfernen lassen will, bekommt eine große Ladung Quecksilber ab. Früher haben die Dentisten das Abwasser dann einfach ganz normal die Spüle hinunter geschickt. Damit war das Quecksilber in der Umwelt und hat Meere und Seen verseucht. Heute sind sie verpflichtet einen Amalgamabscheider hinterzuschalten. Wie verlässlich die ausgewechselten Exemplare bei Ebay sind, möchte ich lieber nicht spekulieren.

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