Stabilisierung von Quecksilber

17. November 2009

In europäischen Chemiefabriken werden noch einige tausend Tonnen Quecksilber zur Chlorproduktion verwendet. Diese Werke sollen in den kommenden Jahren umgerüstet oder abgeschaltet werden, das Quecksilber bleibt übrig. Doch was tun mit dem giftigen Metall? Am sichersten wäre es, Quecksilber mit Schwefel in eine stabile Verbindung zu bringen, wie es auch in der Natur vorkommt. Quecksilber verbindet sich sehr schnell mit allen möglichen Metallen zu einem Amalgam, verdampft dann aber wieder. In der Umwelt kommt es meist als stabiles Zinnober vor.

Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit hat einen Bericht über die Stabilisierungsverfahren veröffentlich. Leider nur auf englisch (und wohl eher für Fachdiskussion interessant): Technologies for the stabilization of elemental mercury and mercury-containing wastes (PDF)

Vor kurzem habe ich mir die Anlage von DELA in Essen angesehen, die in dem Bericht auf S. 12 f. beschrieben ist. Hier ein Bild von mir und Elena von Zero Mercury mit schicken Schutzbrillen :-).


Energiesparlampen: Grenzwerte für Quecksilber senken!

12. November 2009

Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen haben ein Problem, zumal neun von zehn falsch entsorgt werden: giftiges Quecksilber. Soll die EU die Grenzwerte senken?

fragt Bernward Janzing heute in der taz. Ein guter Artikel! Darüber wird zur Zeit auf EU-Ebene verhandelt, der DNR hatte vor kurzem dazu eine Pressemitteilung verschickt. Klar ist aber auch, dass Energiesparlampen insgesamt die Umwelt von Quecksilber entlasten können, weil weniger Strom aus Kohle produziert werden muss.