Van Gogh und das Quecksilber

Woran erkennt man ein echtes Van-Gogh-Gemälde? Am Quecksilber! Materialwissenschaftler aus Belgien und Deutschland haben unter dem Bild „Grasgrond“ ein Portrait von einer Landfrau entdeckt. Welt der Physik berichtet:

Sogenannte Punktmessungen rastern das Bild ohne es zu beschädigen Punkt für Punkt ab. So wurden Art und Menge verschiedener Elemente analysiert, wodurch die Verteilung der Pigmente sichtbar wurde. Zwei chemische Elemente spielten dabei eine große Rolle: Antimon und Quecksilber. Obwohl nur in geringer Konzentration messbar, enthüllt die intensive Fluoreszenzlinie des Antimons die hellen Stellen von Nase oder Kinn. Quecksilberhaltiges Pigment wurde für die rötlichen Lippen und Wangen verwendet.

[Die Experten] identifizierten ein für Van Gogh typisches Pigment: Neapelgelb (Bleiantimonat). Bei der Quecksilberverbindung handelt es sich um Zinnoberrot bzw. Quecksilbersulfid. Diese Analysen führten zu einer detaillierten, farbigen Rekonstruktion des unterliegenden Bildes.

Bild: Vincent Van Gogh – Selbstbildnis (1887)

2 Antworten zu Van Gogh und das Quecksilber

  1. marc sagt:

    Exzellente Seite – ist ab sofort gebookmarkt und wird regelmäßig besucht ab heute!

    Gruss
    Marc

  2. Florian sagt:

    Danke für die Blumen, den Link zu dem Onlineshop naturheilverfahren.tv habe ich aber gelöscht.

%d Bloggern gefällt das: