Tödliche Farbstoffe

Farbstoffe, Aromen, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und ähnliche Dinge haben heute ja keinen besonders guten Ruf. In Hamburg informiert, durchaus kritisch, das Deutsche Zusatzstoff-Museum über all die Dinge, die unsere Lebensmittel „bereichern“. Das Hamburger Abendblatt berichtet darüber:

Das Thema hat die Menschheit schon immer begleitet. Zunächst ging es nur darum, Lebensmittel zu konservieren, um die Zeit zwischen den Ernten zu überbrücken. Doch schon bald wurden Fremdstoffe genutzt, um beispielsweise den Geschmack von Lebensmitteln zu verändern. So setzten die Römer dem Wein Bleizucker zu, ein Bleisalz der Essigsäure, das süß schmeckte und in Wasser gut löslich ist. „Die Folgen für den Adel könnten verheerend gewesen sein. Denn Blei zerstört das Nervensystem so langsam, dass ihre Vorkoster die Adeligen vor diesen Folgen nicht schützen konnten“, erzählt Friederike Ahlers. Mozart könnte – so er denn Pralinen verzehrte – einer künstlichen Verfeinerung von Schokolade seinen frühen Tod schulden. Zu seiner Zeit war es gerade in Mode, Pralinen mit Schwermetallen wie Arsen, Quecksilber oder Blei zu färben.

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