Ideen für den Mülleimer (3): die Einweg-DVD

Manche Ideen sind einfach für den Mülleimer. Leider landen sie dort nicht als Entwurf, sondern als fertiges Produkt. So wie die Einweg-DVD, die sich 48 Stunden nach dem ersten ansehen selber zerstört. Klingt wie in einem schlechten Agentenfilm? Ist es auch. 3,99 Euro kostet der Quatsch, also wesentlich mehr als die übliche Leihgebühr in einer Videothek. Die Stifung Warentest urteilt:

Unter Umweltgesichtspunkten ist die Wegwerf-DVD sehr fragwürdig. Und die versprochene Haltbarkeit von 48 Stunden nach dem ersten Abspielen wird nicht eingehalten. Stattdessen ließen sich die DVDs schon nach weniger als einem Tag nicht mehr fehlerfrei abspielen.

Und die Süddeutsche Zeitung weiß:

Das Prinzip der Wegwerf-DVD ist nicht neu: Bereits Mitte der Neunziger Jahre konnten sich die Formate „Flexplay DVD“ und die „Time Limited DVD-ROM“ nicht auf dem Markt etablieren. 2004 bot der Medienkonzern Disney Einmal-DVDs an […] Doch in den USA wollte keiner diese DVD mit Haltbarkeitsdatum kaufen.

Eine Antwort zu Ideen für den Mülleimer (3): die Einweg-DVD

  1. daburna sagt:

    Richtig, das ist ja wie in einem Agentenfilm…Kobra, übernehmen Sie! Unglaublich, was sich da die Marketing-Spezialisten wieder ausgedacht haben, dabei sollte 1. die DVD doch technisch veraltet sein und 2. der Ausleih über DSL wesentlich umweltfreundlicher und praktischer für den Kunden sein.

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