Die größte Goldmine der Welt

Die Deutsche Bank lädt zur Jahreshauptversammlung und die Kritiker des Kreditinstituts kommen gerne. „Moral und Markt sind kein Gegensatz“, verkündet der Vorstandschef Josef Ackermann in einer Pressemitteilung und unterzeichnet reihenweise ökologische und soziale Erklärungen. So viel öffentlich verkündete Wohltaten machen stutzig. urgewald und die kritischen Aktionäre haben einige Missetaten des Konzerns in einem Bericht zusammengefasst. Und natürlich – wer hat es geahnt? – geht es darin auch um Quecksilber. Michael Schulze von Glaßer schreibt in der jungen Welt:

Das Bergbauunternehmen Freeport McMoRan betreibt im indonesischen Regenwald die Grasbergmine, die größte Gold- und drittgrößte Kupfermine weltweit. Der immense Abraum beinhalte giftige Schwermetalle wie Arsen, Kadmium und Quecksilber. Die ganze Landschaft um die Mine sei chemisch verseucht. Seit Juli 2006 sei die Deutsche Bank als Teil eines internationalen Bankenkonsortiums an der Finanzierung von Freeport McMoRan beteiligt. Das Fazit der »urgewald«-Aktivistin Heffa Schücking ist eindeutig: »Jeder muß sich fragen, ob er Kunde einer Bank sein will, die dreckige Deals in aller Welt finanziert.«

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