Tatort Müllexporte

ElektroschrottWer keinen Fernseher hat, kann sich meist nur zwei Sendungen in Kneipen ansehen: Fußball (evt. auch andere Sportarten) und Tatort. Gestern habe ich mal wieder einen Sonntagskrimi gesehen. Drehort war Hamburg, es ging um illegale Müllgeschäfte mit Elektroschrott, der als Entwicklungshilfe getarnt nach Indien, China und andere Länder gebracht wird. Das Drehbuch ist in diesem Punkt alles andere als frei erfunden, solche Verschiebungen finden leider tatsächlich statt. Der Müll wird dort mit bloßen Händen von Kindern auseinander genommen, um an die Edelmetalle zu gelangen.

Vor ein paar Monaten habe ich über das Engagement meiner Partnerorganisation Toxics Link India berichtet (hier, mit tollem Video).

Immerhin hat die EU den Kampf aufgenommen und will ihn jetzt verstärken. Das Problem sind nicht fehlende Gesetze, sondern kriminelle Machenschaften. Das Impel Netzwerk (ein informelles Netzwerk nationaler Behörden zur Umsetzung von Umweltrecht) und das Sekretariat der Basel-Konvention wollen enger zusammen arbeiten, sich besser abstimmen und die illegale Verschiffung von Elektroschrott aus der EU in Entwicklungsländer stärker bekämpfen (Pressemitteilung, Word-Dokument).

Foto: Schockwellenreiter auf flickr.com (CC-BY-NC-ND)

Eine Antwort zu Tatort Müllexporte

  1. Regine sagt:

    Was aus einem Tatort so alles gelernt werden kann ;-)

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