„Nicht immer rumeiern“

Der von mir schon hochgelobte Hermann Scheer wird heute in der taz porträtiert.

Bei vielen, die sich mit der Lösung des Klima- und Energieproblems befassen, kommt er gleich nach dem inoffiziellen Weltklimapräsidenten Al Gore. Oder weit vor ihm. Und nun will er bei entsprechendem Ausgang der hessischen Landtagswahl am Sonntag Superminister für Wirtschaft und Umwelt werden. […]

Er ist 63, er hatte nie ein staatliches Amt inne. Aber wenn die Sache in Hessen wunschgemäß ausgeht, dann will er dort nicht nur die Atomkraftwerke Biblis I und II tatsächlich bis 2013 abschalten, sondern auch die Wende zu den erneuerbaren Energien schaffen. In seinem Programm kann man nachlesen, wie viele Windkrafträder, Blockheizkraftwerke oder Solaranlagen in einzelnen Kreisen und Städten gebaut werden müssen. Ob die Zahlen hinhauen, weiß man immer erst hinterher. Sicher ist, dass zum ersten Mal ein Politiker diese Wende so detailliert darstellt, dass jeder Laie sofort versteht, was der Unterschied zur CDU ist: Kreise, Kommunen und Bürger übernehmen auf der Grundlage einer neuen Landesgesetzgebung die Stromproduktion und damit die Macht – und die Rendite – von den vier großen Stromkonzernen RWE, Eon, EnBW und Vattenfall. Der umstrittene Neubau eines klimaschädlichen Kohlekraftwerks bei Hanau durch Eon wird dann nicht mehr benötigt.

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