„Echte Männer“ leben auf großem Fuß

Die skurrilsten Entdeckungen machen meist britische Forscher. Diese Meldung kommt aber aus Schweden. Eine „sehr kleine Gruppe“ schwedischer Männer ist für den Löwenanteil an den Treibhausgasen des Landes verantwortlich. Dies geht aus einem 90-seitigen Bericht hervor, den das Außenministerium veröffentlicht hat. Die Studie über „Gender Equality as a Prerequisite for Sustainable Development“ besagt, dass Frauen in Schweden und weltweit im Durchschnitt einen umweltverträglicheren Lebenstil führen als Männer, einen kleineren „ökologischen Fußabdruck“ haben und in geringerem Maße zum Klimawandel beitragen.

Die Studie sieht auf den ersten Blick ganz ordentlich aus. Verhaltensweisen wie „dickes Auto fahren“, „richtig Gas geben“ und „ordentlich Fleisch aufm Teller“ sind der Umwelt nicht grade zuträglich und bei einigen Männern vermutlich weiter verbreitet als bei Frauen. Andererseits gilt „shoppen gehen“ als eher weibliches Freizeitvergnüngen und ist in den meisten Fällen auch keine Verbesserung für die Umwelt.

Das Ergebnis ist jedenfalls: reiche Männer und reiche Frauen (dazu zählt global gesehen fast jedeR in der EU), müssen ihre Umweltauswirkungen reduzieren. Arme Männer und Frauen (mehrheitlich aus Asien, Afrika und Lateinamerika) dürfen sie noch etwas vergrößern.

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