Godt nytt år – Quecksilberverbot in Norwegen

Godt nytt år ist der norwegische Neujahrsgruß. Und tatsächlich ist das Jahr in dem skandinavischen Land gut gestartet. Seit dem 1.1.2008 gilt ein umfassendes Verbot für Quecksilber! Betroffen ist die Herstellung, die Einfuhr und die Ausfuhr von Quecksilber, quecksilberhaltigen Verbindungen und Produkten, die Quecksilber enthalten – mehr geht nicht. Es gibt einige klar definierte Ausnahmen, etwa für den natürlichen Quecksilbergehalt in Kohle und Erzen, für einige Elektro-Produkte (Energiesparlampen, Fahrzeugbauteile), wissenschaftlich genutzte Thermometer und Thiomersal (Desinfektionsmittel in Medikamenten). Zahnamalgam dagegen ist von dem Verbot ausdrücklich erfasst (bis 2010 gelten gewissen Ausnahmen).

Bemerkenswert ist auch, dass das Gesetz wohl erst Mitte Dezember beschlossen wurden. In Norwegen scheint die Politik schneller als anderswo zu funktionieren. Doch warum unternimmt das Land, das nicht Mitglied der EU ist, grade jetzt so entschlossene Schritte gegen Kvikksølv? In einer Pressemitteilung macht der Umweltminister deutlich, dass der größte Teil des Schwermetalls, der die Umwelt in Norwegen belastet, in anderen Ländern frei gesetzt wird. Der schnelle Beschluss ist daher auch ein Zeichen an die EU und andere Länder, ähnlich strenge Regeln zu erlassen. „Miljøministeren“ Erik Solheim stellt klar:

„Det norske forbudet viser at vi gjør jobben hjemme. Det er et viktig signal til EU og andre land om at det finnes gode alternativer til kvikksølv“

„Das norwegische Verbot zeigt, dass wir Verantwortung übernehmen. Es ist ein wichtiges Signal an die EU und andere Länder, dass es Alternativen zu Quecksilber gibt.“

Das Gesetz als PDF (1 Seite)

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One Response to Godt nytt år – Quecksilberverbot in Norwegen

  1. […] auf der Weißen Liste stehen, nicht mehr produziert oder verkauft werden. Bereits Anfang 2008 hatte Norwegen (das nicht zur EU gehört) ein weitreichendes Verbot von Quecksilber umgesetzt. Auch Dänemark und die Niederlande haben strengere Regeln erlassen, als von der EU […]

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