Obstwiese besetzt

Seit dem 2. Januar halten Aktivisten des BUND eine Obstwiese besetzt. Soll ein Bauer daran gehindert werden, die Früchtchen mit der Giftspritze zu bespritzen? Soll hier gentechnisch verändertes Obst gepflanzt werden? Oder sollen gar die Bäume abgeholzt werden? Tatsächlich: wo heute Äpfel, Birnen, Mirabellen, Pflaumen und Kirschen wachsen, will RWE nach Braunkohle graben. Die Obstwiese gehört dem BUND, aber das Oberverwaltungsgericht Münster hat entschieden, dass die Eigentümer von ihrem Gelände weichen müssten – fürs „Gemeinwohl“. Die Umweltschützer wollen das Klima und mehrere Ortschaften retten, die dem Braunkohletagebau Garzweiler II weichen sollen. Die Stimmung im Zeltlager der BesetzerInnen ist gut und sie erhalten viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Im täglichen Bericht hieß es am Sonntag:

„Viele UnterstützerInnen aus der Region und darüber hinaus besuchen die Obstwiese, bringen Proviant vorbei, bleiben auf eine Tasse Tee oder übernachten spontan. Am Samstag bevölkerten etwa 50 BesucherInnen das BUND-Grundstück, am Sonntag kamen mehr als 100. Auch der eine oder andere Reporter hat schon den Selbsterfahrungstest gemacht und ist über Nacht geblieben. […]
Trotz der Erschwernisse durch die Abriegelung des RWE ist die Verpflegungslage nach wie vor gut. Ans Aufgeben denkt daher niemand.

Vielleicht wärmen sie sich in der kalten Nacht ja auch mit einem Gläschen „Garzweiler Flächenbrand“, einem selbstgebrannten Schnapps vom Obst der besetzen Wiese.

Eine Antwort zu Obstwiese besetzt

  1. […] des Zorns “Wetter schlecht, Stimmung gut”, lassen die BesetzerInnen wissen. Seit zehn Tage zelten Aktivisten vom BUND auf einer Bio-Obstwiese die der […]

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