Symbolik (6) – Fernsehen

Gleich noch mal etwas symbolisches, nein eigentlich mehr ein Vergleich. Kemmis bloggt über Halsschmerzen und stellt seine neue Radikalkur vor – Fernsehen statt Quecksilber:

„Ich rede weniger, um ja nicht in einem Strudel eines schon verlorenen Wettkampf um die Herrschaft über meinen Hals zu versinken. Er gehört jetzt nicht mehr mir, ich muss fühlen, wie kleine Racker mit Spitzhacke und ordentlich Straßenbelag eine Art Demokratie etablieren wollen, in der ich keine Mehrheit besitze … Deshalb versuche ich, deren zu einer immer größeren Baustellen ausuferndes Staatsgebiet wahlweise ordentlich zu fluten, mit Chilisoße zu brandroden oder eben – HAHA! – das Fernsehgerät einzuschalten. Wenn es den Augen schadet, schadet es auch dem Verstand, wenn es dem Verstand schadet, schadet es auch bald dem Herzen, dem Zentrum meines Körpers, Dreh- und Angelpunkt eines intakten Körpers! Hier fängt alles an und hört auch alles auf. Die Racker werden schon sehen, wie ich meinen Körper herabwirtschaften kann! Pumpt das Herz nicht mehr in vollen Zügen, kommt am Hals auch nicht mehr viel an! Früher hat man immerhin auch Geschlechtskrankheiten mit Quecksilber geheilt, warum dann nicht einfach fernsehen?“

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