Wasserstoff

Aus Speisesalz (Natriumchlorid, NaCl) und Wasser (H2O) fällt bei der Herstellung von Chlor (Cl2) auch Wasserstoff (H2) und Natriumhydroxid (NaOH) an. Die schlechteste Möglichkeit dies zu tun, ist mit dem sogenannten Quecksilber- oder Amalgamverfahren. Dabei wird Quecksilber freigesetzt und unnötig viel Energie benötigt. Die unterschiedlichen Methoden sind bei Wikipedia und EuroChlor anschaulich erklärt.

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In Hürth, wo das Unternehmen Vinnolit ein Chlorwerk betreibt, soll der Wasserstoff jetzt genutzt werden um Stadtbusse fahren zu lassen. Allerdings ist der Wasserstoff keinesfalls ein Abfallprodukt, sondern wird ansonsten weiter verarbeitet. Ein Umweltnutzen besteht immerhin darin, dass Luftschadstoffe im Industriegebiet und nicht in der Innenstadt, wo die Busse lang fahren, freigesetzt werden.

Schon seit Jahren werben auch Autokonzerne damit, dass bald PKW serienmäßig mit Wasserstoff betrieben werden könnten. General Motors (Opel) rechnet mit Markteinführung in acht Jahren. Schnell vergessen wird dabei, dass Wasserstoff aufwändig produziert werden muss. Woher kommt also der Treibstoff? Rittmar von Helmolt (GM Europe Engineering) sagte dem Kurier aus Österreich: „Wenn wir nur 50 Prozent des jährlich europaweit bei der sogenannten Chlor-Alkali-Elektrolyse anfallenden Wasserstoffs nutzen, könnte rund eine Million Autos damit betrieben werden.“ Alleine in Deutschland gibt es 46,6 Millionen PKW.

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