Quecksilbervergiftungsanlage

Eine fiese Falle hatte sich der 39-jährige Mann aus Sachsen da ausgedacht. Mit Quecksilberdämpfen wollte er seine Ex-Freundin und deren neuen Freund vergiften, ohne Rücksicht auf seinen einjährigen Sohn. In der leerstehenden Nachbarwohnung hat er eine selbst gebaute Vergiftungsmaschine aufgebaut. Die Sächsische Zeitung schreibt:

Aus Lagerhallen in Hirschfelde und Zittau klaute sich der Mann Gasflaschen, ersteigerte im Internet mehrere Thermometer. Die zerschlug er, sammelte das flüssige Quecksilber in einer Blechbüchse. Die wiederum platzierte er auf einem Elektrokocher, der mittels Zeitschaltuhr jeweils nachts unter Strom gesetzt wurde, die Chemikalie erhitzte. Unfassbar: Die so entstehenden giftigen Dämpfe leitete der Mann in einem abgedichteten Schlauch durch ein Loch in der Wand direkt ins Schlafzimmer seiner Ex.

Die Anlage wurde zufällig drei Wochen nach der Installation entdeckt. Das Kind hat einen erhöhten Quecksilbergehalt im Urin. Der Staatsanwalt hat Anzeige wegen „versuchter gefährlicher Körperverletzung“ gestellt, weil der Tötungsvorsatz nicht nachzuweisen sei.

Nachtrag: der Fall wurde jetzt auch in RTL Aktuell gezeigt

Siehe auch: Kann man an Quecksilber sterben?

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