Liebe, Lichter und Geschenke (4)

Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Lichter und der Geschenke. In den ersten Teilen habe ich mich mit der Kontroverse um Weihnachten, Fragen der Beleuchtung und Geschenken beschäftigt.

Liebe

Ein Buch schafft den Zusammenhang zwischen giftigem Schwermetall und zarten Gefühlen. Ein Buch, ein Liebesthriller, von Amélie Nothomb mit dem Namen „Quecksilber“ (französisch: Mercure). Der Diogenes-Verlag fragt:

„Gibt es ein Thermometer für das Fieber der Leidenschaft? Wann ist man gesund? Wann krank vor Liebe? Amélie Nothomb zerbricht das Thermometer und hebt damit jedes Maß auf. Was bleibt, ist giftiges, verführerisch glänzendes Quecksilber.“

Ein französisches Literaturmagazin beschreibt den Roman als „glänzend wie Quecksilber. Ein Blendwerk, das uns in die Falle lockt mit seiner trügerischen Einfachheit. Fast eine Geschichte für Kinder, nur ein wenig grausamer.“

Das ist zugegeben eher literarisch als naturwissenschaftlich, aber auch zwischen dem körperlichen Teil der Liebe und Quecksilber gibt es eine Verbingung. Im allerersten Beitrag dieses Blogs habe ich ihn schon behandelt. Da ging es um Quecksilberkondomen, die in vergangegen Jahrhunderten zur Verhütung verwendet wurden. Nicht ganz so giftig, aber immer noch ungesund, sind Weichmacher in „Erwachsenenspielzeug“, die Greenpeace vor einem Jahr gefunden hat. PVC ist an sich hart und spröde (zum Beispiel bei Schallplatten), erst durch Phtalate wird es biegsam und geschmeidig. PVC an sich besteht, wie der Name Poly-Vinyl-Chlorid schon sagt, aus Chlor. Bei dessen Herstellung wird häufig Quecksilber freigesetzt, dass die Umwelt belastet und Gewässer verschmutzt (siehe Übersichtsseite Chlor). Hart-PVC ist im normalen Gebrauch gesundheitlich unbedenklich. Die Weichmacher sind es nicht.

Wenn das Weich-PVC „mechanisch belastet oder erwärmt wird, steigern sich die Phthalat-Emissionen [=Weichmacher] erheblich. Phtalate sind krebserregend, schädigen die Entwicklung heranwachsender Kinder und machen Männer unfruchtbar, da sie auf diese wie weibliche Hormone wirken. Leber- und Nierenschäden sowie Hodenkrebs sind die Folge,“ heißt es in dem verlinkten Telepolis-Artikel.

In Kinderspielzeug sind Phtalate seit einigen Jahren verboten. In „Erwachsenenspielzeug“ sind sie weiterhin erlaubt. Unbedenkliche Alternativen bestehen aus Silikon, Holz oder Glas.

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