Tonnendreher und Thermoskannen

Der Tonnendreher arbeitet in einem Schadstoffmobil und nimmt Sondermüll entgegen. Dazu zählen zum Beispiel Energiesparlampen oder -röhren die Quecksilber enthalten oder (uralte) Blumentöpfe aus Asbest. Medikamente nimmt er nicht an, die sollte man aber in eine Apotheke bringen. Manchmal ist auch skurriles dabei: Seife, Shampoo oder Thermoskannen:

Sehr oft werden alte Thermosflaschen zum Schadstoffmobil gebracht, da die Besitzer meinen, das die verspiegelte Fläsche in diesen Kannen aus Quecksilber bestehen würde. Diese wärmedämmende Fläche in den Kannen ist aber kein Quecksilber, sondern besteht nur aus verspiegelten Glas, welches doppelwandig ist und ein Vakuum eingeschlossen hat. Mir ist in meinem ganzen Leben noch keine Kanne untergekommen,welche aus Quecksilber besteht.

3 Antworten zu Tonnendreher und Thermoskannen

  1. Sebastian sagt:

    Hi, ich bin mir nicht sicher,ob Thermoskannen vor 100 Jahren oder so vielleicht irgendwo Quecksilber beinhalteten.

    Wenn mal wieder ein Kunde damit kommt, dann kann ich ihn ja mal danach Fragen.

  2. quecksilber sagt:

    Glaube ich eher nicht. In der englischsprachigen Wikipedia ist erklärt, dass Sir James Dewar 1892 die ersten Isoliergefäße mit Silber verspiegelt hat, wodurch die Wärmestrahlung reflektiert wird. Die deutsche Firma „Thermos“ hat dann 1904 die ersten Thermoskannen auf den Markt gebracht.

    Spiegel mit Zinn-Amalgam (also Quecksilber) wurden meines Wissens zu dieser Zeit nicht mehr gebaut, nur im 17. und 18. Jahrhundert. Dazu gibt es eine interessante Geschichte über das Grüne Gewölbe im Dresdner Schloss.

  3. Sebastian sagt:

    Dann kann ich mir nicht erklären woher dieser irrglauben über die Kannen kommen könnte.

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