Entfernen

Was es nicht alles gibt! Bei entfernen.net stehen Tipps, wie man allerlei Stoffe dort wegbekommt, wo sie nicht sein sollen: Sekundenkleber, Kerzenwachs, Autoaufkleber, Kaugummi, Tatoos und Amalgamfüllungen. Zumindest für letzteres sollte man die professionelle Hilfe eines Zahnarztes in Anspruch nehmen.

In Zukunft wird man hoffentlich erst gar kein Quecksilber mehr in Zahnlöcher stopfen. Das fordern und empfehlen auch Freiburger Umweltmediziner. Joachim Mutter und zwei britischen Kollegen sehen einen Zusammenhang zwischen Amalgam und Alzheimer, außerdem kindlichen Entwicklungsstörungen, Autismus, dem Quecksilbergehalt im Gehirn und einer erhöhten Suizidrate.

Dass trotz der zunehmenden Datenlage Amalgam immer noch in den Zähnen erlaubt und der Zusammenhang zwischen Amalgam und Alzheimer angezweifelt wird, liegt den Forschern zufolge auch an der mangelhaften Qualität vieler Studien: „Durch den nahezu universellen Einsatz von Amalgam gibt es keine größere Langzeitstudie, in der die Kontrollgruppe und deren Mütter wirklich nie Amalgamfüllungen hatten.“ Meist beruft man sich auf den aktuellen Amalgamstatus.

„Eine Studie, die den endgültigen Beweis erbringen würde, müsste mindestens 50 bis 70 Jahre dauern“, sagt Mutters Freiburger Kollege Johannes Naumann. „Aber wenn wir alle verfügbaren Daten betrachten, ist ein klarer Trend erkennbar, der auf einen Zusammenhang zwischen Quecksilber und Alzheimer-Erkrankung hinweist.“

Ich habe Herrn Mutter einmal auf einer Konferenz getroffen. Sein Vortrag auf Englisch war rhetorisch leider reichlich „bescheiden“, aber inhaltlich sehr interessant. Danach hat ein Amalgam-Befürworter von der Uni Regensburg gesprochen, der rhetorisch brilliant war und mich an Thank You for Smoking erinnert hat.

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