Österreich: 1000 kg Quecksilber gesammelt

In Apotheken in Österreich wurden im Oktober eine Million quecksilberhaltige Fieberthermometer abgegeben. Die Sammelaktion wurde vom Umweltministerium („Lebensministerium“) unterstützt. Im Tausch für ein altes Thermometer bekamen Kunden ein neues, digitales Fiebermessgerät für den subventionierten Preis von einem Euro.

Etwa eine Tonne Quecksilber wurde mit der Aktion aus dem Verkehr gezogen. Umweltminister Proll sagte: „Österreich hat seine Vorreiterrolle im Umwelt- und Gesundheitsbereich wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“ Das Quecksilber könne nun ordnungsgemäß entsorgt werden. Der Präsident der Apothekerkammer Burggasser wertete den „großen Einsatz unserer ApothekerInnen“ als „wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Österreicher“. Die Initiatoren hatten zunächst mit nur 50.000 Thermometern gerechnet. Aufgrund der hohen Beteiligung an der Aktion fehlen weiterhin 200.000 digitale Wechselgeräte, die den Berechtigten bis Dezember ausgehändigt werden sollen. Der Verkauf von quecksilberhaltigen Messinstrumenten ist ab 2009 in der gesamten EU verboten.

3 Antworten zu Österreich: 1000 kg Quecksilber gesammelt

  1. […] sie gemeinsam mit den Apotheken quecksilberhaltige Fieberthermometer einsammeln. Eine Aktion, die in Österreich bereits großen Erfolg hatte. Sondermüll korrekt zu entsorgen ist eine wichtige Sache – grade in Italien. Derzeit […]

  2. michaela sagt:

    nun ich frage mich ob das gesammelte Quecksilber etwa für die neuen SPAR-Lampen benötigt wird? Auf der einen Seite schön umweltbewusst zeigen, auf der anderen Seite Zwangsvergiftung. Schöne Regierung die wir uns da gewält haben.

  3. Florian sagt:

    Dieses Argument ist ziemlich unredlich. Ein Thermometer enthält etwa ein Gramm Quecksilber, damit kann man 200 bis 500 Energiesparlampen befüllen. So viele benötige ich im ganzen Leben nicht.
    Also: wer sein Quecksilberthermometer und seine alten Glühbirnen behält, schneidet schlecht ab. Zumindest sollte er oder sie nicht mit Quecksilber argumentieren, das ist verlogen.

    Zweitens: Energiesparlampen enthalten zwar Quecksilber, benötigen aber logischerweise weniger Energie. Daher muss weniger Strom produziert werden. Kohle enthält auch Quecksilber, das bei der Verbrennung frei gesetzt wird. Bei dem hohen Anteil Kohlestrom in Deutschland wird mehr Quecksilber freigesetzt, als in der Energiesparlampe enthalten ist.
    Also: Wenn die Energiesparlampe ordentlich entsorgt wird, kommt weniger Quecksilber in die Umwelt als mit Glühbirnen.

    Drittens: Wer besonders tollpatschig ist oder Kinder hat, kann Energiesparlampen mit einer Abdeckung kaufen. Die sehen meistens auch schöner aus, weil sie die klassische Birnenform haben. Wer überhaupt keine Energiesparlampen haben will, kann LEDs, Halogenspots oder andere Lichtquellen nehmen, die alle effizienter als doofe Glühlampen sind und noch eine ganze Weile auf dem Markt erhältlich.

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