Goldrausch

Go West blogt über „Amerikas alten Westen“, Goldsucher und Geisterstädte. Bisher gibt es erste einen Eintrag, aber der ist sehr gut und mit vielen Bildern. Ich bin darauf gestoßen, weil der Autor (bzw. die Autorin) das Verfahren der Goldgewinnung im „Land of Yankee Fork“ in den 1940er Jahren beschreibt:

Eine der jüngeren Hinterlassenschaften der Mining-Industry ist die große Gold-Dredge. Wie ein riesiger Dinosaurier und schwimmend auf Pontons bewegte sich die Maschine von der Größe eines Mehrfamilienhauses fort, schabte mit ihren Schaufeln an Ketten tonnenweise die Flußsedimente und Kiesschichten auf […] Die Schaufelinhalte wurden auf ein Quecksilber-getränktes Band gekippt, auf dem das Gold haften blieb. Das Quecksilber aus der Mischung wurde verdampft und wieder aufgefangen, das Gold blieb pur zurück.

Einiges von dem Quecksilber dürfte dennoch die Landschaft verschmutzt haben, aber die Methode ist umweltfreundlicher als viele Praktiken die heute noch angewandt werden. In Entwicklungsländern wird Gold häufig per Hand gewaschen. Die Goldsucher stehen dabei im Fluss, einer siebt den Sand und ein anderer schüttet Quecksilber drüber. Quecksilber und Gold verschmelzen zu einem Amalgam, vieles landet aber auch im Fluss. Das Goldamalgam wird dann über einer offenen Flamme erhitzt, das Quecksilber verdampft und übrig bleibt reines Gold. Die Dämpfe könnten mit einem einfachen Glaskolben leicht aufgefangen und ein Großteil der Emissionen damit verhindert werden. Aus „traditionellen“ Gründen und weil die Gesundheit eines Goldsuchers am Amazonas oder in Asien offensichtlich nicht viel Wert ist, wird das sogenannte Retortenverfahren aber erst wenig angewandt.

Ökologisches Gold kommt entweder aus dem Rhein, oder aus Recycling.

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