Fieberthermometer-Sammelaktion beendet

Über die Sammlung von quecksilberhaltigen Fieberthermometern in Apotheken in Österreich habe ich schon mehrfach berichtet. Heute geht sie zu Ende. Am Ende hat niemand mehr genau nachgezählt, aber es wurden wohl ungefähr 600.000 Thermometer abgegeben. Das macht ein Thermometer auf vierzehn Einwohner, umgerechnet auf Deutschland etwa sechs Millionen! Umweltminister Josef Pröll bezeichnete es als „die größte und erfolgreichste Umweltaktion im Abfallbereich“. Die Apothekerkammer geht von 500 kg Quecksilber aus, die aus dem Verkehr gezogen wurden. Einen kleinen Anreiz war, dass beim Umtausch ein Digitalthermometer für einen Euro (statt 6,30 Euro) abgegeben wurde – die wegen des großen Erfolgs allerdings erst noch nachproduziert werden müssen (Quelle: Kleine Zeitung).

Ökonomisch ist das sinnvoll, denn die Folgekosten von in die Umwelt freigesetztem Quecksilber können sehr viel höher sein. In Schweden, wo einige schwermetallverseuchte Gewässer auffwändig gereinigt werden mussten, hat die Regierung die Rückgabe eines Thermometers mit umgerechnet bis zu 7 US-$ belohnt. Zudem haben in Schulen und Universitäten abgerichtete Hunden nach Quecksilber gesucht und so einige Tonnen aus dem Verkehr gezogen. Auch auf EU-Ebene treibt Schweden die Politik gegen Quecksilber voran. Jag älskar Sverige!

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