SPD für/gegen Kohlekraftwerk

Die SPD ist einerseits die Partei der Kumpel und hängt in NRW und im Saarland wie niemand sonst an Subventionen für eine sterbende Bergbauindustrie. Andererseits hat sie ein ökologischeres Image als die CDU. In Krefeld-Uerdingen (NRW) stand das geplante Steinkohlekraftwerk schon auf der Kippe. Nun haben sich die Genossen vor Ort für das 800MW-Kohlekraftwerk ausgesprochen. „Umwelt“-Minister Gabriel war persönlich Anwesend um für das Vorhaben zu werben. Die CDU-Krefeld denkt derweil über kreativere und umweltfreundlichere Lösungen nach, etwa ein halb so großes Gaskraftwerk. Unterstützung erhält sie von zahlreichen Umweltschutzgruppen vor Ort – und den SPD-Verbänden der Nachbarstädte.

In Mecklenburg-Vorpommern denken die Genossen in eine andere Richtung. Dort sprach sich eine Arbeitsgruppe auf Landesebene gegen den Neubau eines 1.600 MW Braunkohlekraftwerks in Lubmin aus. Maximal halb so groß soll es werden. Ironischerweise ist auch hier der „Umwelt“minister Till Backhaus einer der wenigen Unterstützer des Bauvorhabens. Am 2./3. November berät der Landesvorstand der regierungsführenden SPD, am 6. November ebschäftigt sich die Landtagsfraktion mit den Argumenten von Beführwortern und Gegner des Projekts.

An welchem Standort auch immer, befürchten die Gegner neben den Folgen fürs Klima auch die unmittelbare Luftverschmutzung mit Schwefel, Schwermetallen, Staub und Stickoxiden.

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