Fieberthermometer – Österreich macht’s vor

Eine tolle Aktion im Nachbarland: Dort kann man in allen Apotheken alte Fieberthermometer mit Quecksilberfüllung zurückgeben und bekommt ein neues, digitales für nur einen Euro (bzw. „um einen Euro“ wie man sich in der Alpenrepublik ausdrückt). So lange Quecksilberthermometer nicht zerbrechen sind sie zwar nicht gefährlich, aber es ist besser sie aus dem Verkehr zu ziehen.

1. Natürlich zerschlägt niemand mit Absicht ein solches Gerät – kaputt gehen sie dennoch immer wieder, genauso wie die Lieblingstasse, die Flasche Rotwein, das teure Porzellan, Omas Vase oder was sonst noch immer runter fällt und zerspringt. Also besser heute das Ding los werden, als sich morgen vergiften.

2. Also wohin damit? Der kürzeste und schlechteste Weg ist die eigene Mülltonne, denn dort geht das Thermometer sicher kaputt. Zuerst bekommen die Müllmänner was ab, der Rest gelangt in die Umwelt. Das Zeug ist hochgiftiger Sondermüll und muss sicher entsorgt werden! Papier oder Altglas in den falschen Container zu werfen kann mal passieren, aber hier sollte man wirklich vorsichtig und verantwortungsvoll handeln. Auch in Deutschland nehmen einige Apotheken Medikamentenreste und Thermometer an. Wenn nicht kann (und sollte man) es zum städtischen Recyclinghof bringen. Lieber heute als morgen! Danke.

Nachtrag: Ich habe grade mit dem Bundesverband Deutscher Apothekenverbände telefoniert. Leider nehmen die meisten Apotheken wohl keine Thermometer an :( Das Gespräch verlief aber ganz positiv, vielleicht gibt es hier ja auch mal eine Aktionswoche. Tu felix Austria!

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2 Responses to Fieberthermometer – Österreich macht’s vor

  1. […] Österreich – wo hin mit den Thermometern? Die Sammlung von Quecksilber-Thermometer (Österreich macht’s vor, Thermometer vergriffen) in österreichischen Apotheken nimmt langsam bizarre Ausmaße an. Als […]

  2. […] Über die Sammlung von quecksilberhaltigen Fieberthermometern in Apotheken in Österreich habe ich schon mehrfach berichtet. Heute geht sie zu Ende. Am Ende hat niemand mehr genau nachgezählt, aber […]

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