Chlorgasunfall in Frankfurt a.M.

In Frankfurt am Main gab es heute einen Unfall mit Chlorgas. Dabei wurden 30 Menschen zum Teil schwer verletzt. Einige wurden ins Krankenhaus gebracht. Ob es sich um das schlampig geführte Chlorwerk von LII-Europe handelt geht aus den Berichten nicht hervor. LII schafft es seit Jahren nicht, die geltenden Grenzwerte für Quecksilberemissionen einzuhalten.

Update 13 Uhr: Die Frankfurter Rundschau schreibt: „Er [ein Schwerverletzter] soll unmittelbar mit dem Umfüllen der Chemikalie aus einem Lastwagen in den Tank einer Chemielogistik-Firma beschäftigt gewesen sein.“ Der Unfall habe sich auf einem Betriebsgelände im Stadteil Fechenheim zugetragen. LII produziert in Höchst, also am anderen Ende der Stadt. Aber der LKW könnte natürlich von dort stammen.

Update 14 Uhr: Die Meldung ist bundesweit in den Medien, Google News zählt fast 100 Einträge. Die Bevölkerung von drei Frankfurter Stadtteilen und der Nachbarstadt Offenbach wurde aufgefordert Türen und Fenster geschlossen zu halten, mehrere Straßen sind gesperrt.

Update 16 Uhr: Die Zahl der Presseberichte in Deutschland ist auf weit über 100 gestiegen. Auch im Ausland wird über den Unfall berichtet. Nach den letzten Angaben gab es 54 Verletzte, davon wurde ein Dutzend im Krankenhaus behandelt. Insgesamt waren 120 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz. Die Welt schreibt über den Unfallhergang, dass aus einem Tanklastwagen Salzsäure versehentlich in einen Behälter mit Chlorbleichgas gefüllt worden sei. Dabei sei das ätzende Chlorgas entstanden und in die Luft entwichen.

Update 17 Uhr: Der Hessische Rundfunk berichtet jetzt ausführlich. Nun ist auch klar, welche Firmen an dem Unfall beteiligt waren. Geliefert wurde die Salzsäure von der Spezialspedition Talke („Mehrwert für Chemie“). Der Unfall ereignete sich auf dem Gelände der Brenntag GmbH („Wir bringen Chemie in Bestform“).

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One Response to Chlorgasunfall in Frankfurt a.M.

  1. […] Vor knapp zwei Wochen gab es in Frankfurt am Main einen Chlorgasunfall, bei dem 60 Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Nachwirkungen: Die SPD fordert eine […]

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