Welttierschutztag

Heute ist Welttierschutztag. Aus diesem Anlass protestiert Pro-Wildlife gegen Delfinjagd der Färöer-Inseln und fordert einen „Stopp der Barbarei“. Pro-Wildlife-Sprecherin Sandra Altherr sagt: „Delfinfleisch ist stark mit Quecksilber und PCB belastet. Das Fleisch müsste eigentlich als Sondermüll entsorgt werden“. Bereits 1996 hätten Wissenschaftler bewiesen, dass der Konsum des Delfinfleisches bei Kindern zu Gedächtnis-, Sprach- und Konzentrationsstörungen führt und die geistige Entwicklung Ungeborener schädigt. Die färingische Gesundheitsbehörde riet daraufhin Schwangeren, weniger Delfinfleisch zu essen. Bei der „grausamsten Delfinjagd Europas“ werden unter anderem bis zu 1000 Weißseitendelfine pro Jahr getötet. Wenn eine Delfingruppe gesichtet wird, treiben Fischer und Dorfbewohner die Tiere in eine Bucht, wo sie mit Eisenhaken und Messern umgebracht werden. Das Fleisch werde kostenlos an die Inselbewohner verteilt. Die Vereinten Nationen haben 2007 zum Jahr des Delfins ausgerufen.

Was Pro-Wildlife leider nicht erwähnt ist, dass nicht nur Delfinfleisch stark mit Schwermetallen belastet ist. Der Fang mit Eisenhaken und Messern sieht barbarisch aus. Aber die industrielle Fangmethoden mit kilometerlangen Netzen auf „normale“ Speisefische ist ein ökologisches Desaster, das Arten an den Rand der Ausrottung bringt. Zudem ist auch diese Fisch – Thunfisch, Schwertfisch, Hai etc. – häufig mit Quecksilber vergiftet.

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: