Leinöl, Fisch und Omega 3

Fisch ist gesund – wegen der darin enthaltenen Omega-3 Fettsäuren. Fisch ist gesundheitsschädlich – wegen des darin enthaltenen Quecksilbers. Was tun? Ich persönlich bin seit Jahren Vegetarier, esse aber gerne Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl. Wem frisches Leinöl nicht schmeckt, dem empfiehlt ein Leinölkapselhersteller zum Weltherztag sein Präparat.

Wichtigste Quellen für die tierischen Omega-3-Fettsäuren sind die fettreichen Meeresfische wie Lachs, Makrele, Hering oder Thunfisch, die z.T. in ihrem Bestand gefährdet sind und mit Schwermetallen und Giften wie z.B. Dioxin belastet sein können. Bei Fischen aus Zuchtfarmen kann eine Belastung mit Antibiotika nicht immer ausgeschlossen werden. Es ist demzufolge auch nicht weiter verwunderlich, dass eine Untersuchung des Bayrischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aus dem Jahre 2004 ergeben hat, dass keine der untersuchten Fischöl-Kapseln gänzlich frei von Dioxin, DDT oder PCB war. Zusätzlich haben aktuelle Untersuchungen aus Großbritannien und Kanada gezeigt, dass Bevölkerungsgruppen, die sich mit viel Fisch ernähren, einen erhöhten Gehalt am giftigen Quecksilber im Körper aufweisen. Dieser potentiellen Gefahr wollen sich viele gesundheitsbewusste Verbraucher nicht aussetzen, aber auch nicht auf die gesunden Omega-3-Fettsäuren verzichten. Deshalb wird die Alpha-Linolensäure aus Leinöl als Alternative zu den potentiell belasteten Fischölen immer beliebter.

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8 Responses to Leinöl, Fisch und Omega 3

  1. Michael sagt:

    watt’n quatsch!

    ALA wird nur zu 5% in EPA in unserem Körper umgewandelt von den 5% wird nur ein geringer Teil in DHA umgewandelt. Nur EPA/DHA sind wichtig für Herzkreislauf und das Gehirin und Nervensystem.

    Wer sich ausschließlich von pflanzlichen Omega3 (ALA) ernährt, tut nichts für sein Herz und Gehirn. (Die Werbung von Pflanzenöl von der Firma Becel ist eine Verarscherei)

    Nur Omega3 (EPA/DHA) aus Fischöl oder aus Fischöl-Kapseln helfen.
    (z. B. [Links zu Anbietern entfernt])

    Vielen Dank!
    Michael

  2. quecksilber sagt:

    Hallo Michael,

    um keine Werbung für einen bestimmten Hersteller zu machen habe ich die Links gelöscht, auch den zu den Leinölkappseln in meinem Beitrag. Meines Erachtens reicht es in fast allen Lebenssituationen aus, sich ausgewogen zu ernähren, dann kann man ganz auf derartige Präparate verzichten.

    Bei der Wikipedia-Diskussion um Omega-3-Fettsäuren wird deine Aussage bestätigt. Allerdings rechnet dort jemand vor: „Wer täglich zwei Esslöffel Leinöl, rund 15 Gramm, ein nimmt, dessen Körper gewinnt daraus 1.5 Gramm EPA oder DHA, was einer Menge von rund 100 Gramm Kaltwasserfisch entspricht.“

    Viele Grüße,
    Florian

  3. Michael sagt:

    Hallo Florian,

    Dein Beispiel verstehe ich nicht so ganz:

    Nur von der ALA-Menge wird ein geringer Prozentteil in EPA umgewandelt (davon dann DHA) – N i c h t von den 15 Gramm Leinöl (weiss nicht wielviel ALA Leinöl einthählt?!).

    Und die Umwandlung von deinen 15% meinen 5 % (ist ja auch egal ob 5 oder 15%) läuft aber nur in guten Bedingungen ab (weder Stress oder kaum Stress, wenig Alkohol, kein rauchen, Sport usw.)

    Wenn sich der Köper in einer nicht so guten Situation befindent, sinkt die Umwandlung und kann im Extremfall auf Null zurückgehen.

    Wieviel jetzt t a t s ä c h l i c h im meinen Körper von ALA in EPA und davon in DHA umgewandelt wird, wissen nur die Götter.

    Bei Fisch oder Fischöl-Kapseln weiss man genau wieviel EPA/DHA man zu sich nimmt und es wird 1:1 übernommen (blöde Umwandlung entfällt). Am besten fetten Seefisch (Hering, Sardinen, Lachs). Aber nur frei von Verunreinigungen z. B. Quecksilber, PCB usw.

    Möchte Dir Dein Geschmack an Leinöl aber nicht verderben.

    Aber es ist meiner Meinung nach nur bedingt gut (Nur ALA). Es wird aber erst im Körper zu den lebennotwendigen Omega3 Fettsäuren (EPA/DHA) umgewandelt oder besser gesagt das ALA-Molekühl erweitert. Nur wieviel dabei tatschächlich herauskommt hängt auch vom Stress ab.

    Gruß Michael

  4. Michael sagt:

    Nachtrag:

    Hatte vorhin vergessen zu erwähen, das wenn man sehr viel Omega6 Fettsäuren zusich nimmt, also das Verhältnis zwischen Omega6 und Omega3 (EPA/DHA) größer ist als 5:1 nimmt die Erweiterung des Molekühls ALA („Umwandlung“) rapide ab und es wird nahe bei Null konvertiert.

    Die Umwandlung ist dabei sehr empfindlich.

    Die meisten Amerikaner und Nordeuropäer haben eine viel zu hohe Balance zwischen Omega3/6.

  5. quecksilber sagt:

    Hallo Michael,

    Wahrscheinlich hast du recht, dass dafür etwa die doppelte Menge (30 Gramm) Leinöl notwendig ist, das etwa 50% Alpha-Linolensäure enthält.

    Wenn man raucht, viel trinkt oder ständig Stress hat funktioniert die Umwandlung der Fettsäuren eventuell nicht mehr so gut. Wenn man um seine Gesundheit besorgt ist wäre es sicher am wichtigsten diese Faktoren abzustellen, denn daran sterben sicher mehr Menschen als am falschen Fettsäureverhältnis.

    Viele Grüße,
    Florian

  6. Michael sagt:

    Hallo Florain,

    wenn man auch kein Stress hat, wird trotzdem nicht genügnet EPA/DAH aus ALA gebildet, weil bei den meisten Nordeuropäern und Amerikanern das Verhältnis von Omega 6 zu Omega3 viel zu hoch ist.

    Omega 6 setzt sich dann (anstatt Omega 3) in den Immunzellen ab. Bei Beanspruchung der Immunzelle werden davon entzündungsförderne Enzyme gebildet, die u. a. Rheuma, Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall verurschachen.

    Omega 3 wird zu enzündungshemmende Enzyme umgewandelt, die u. a. Gefäßerweiternd, Blutdruckseckend und eine höhre Gefäßbiegsamkeit haben und sehr gut für das Gehirn (u. a. bessere Sauerstoffversorgung) und Nerven ist.

    Viele Grüße
    Michael

    siehe auch:
    (wobei ich Thunfisch wegen des hohen Quecksilbers nicht mehr nehme)
    http://www.vitaver.de/ernaehrung/omega-3-omega-6-fettsaeuren.htm

    Zitat:
    Die Omega-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA)

    Die Aufnahme von Alpha-Linolensäure, also der „pflanzlichen Omega-3“, genügt nicht, um mit allen Omega-3 Fettsäuren versorgt zu sein. Denn während man früher davon ausging, dass der Körper EPA und DHA aus Alpha-Linolensäure selbst in den benötigten Mengen herstellen kann, weiß die Wissenschaft heute, dass dem leider nicht so ist. Die Umwandlung erfolgt zum einen sehr langsam und erzeugt zum anderen nur begrenzte Mengen. Zudem kann die heutzutage typische hohe Zufuhr an Omega-6 Fettsäuren die Umwandlung von Alpha-Linolensäure in EPA und DHA beeinträchtigen.

    Der Mensch ist also zwingend auf die Zufuhr von Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) angewiesen, die es beide nur aus tierischen Quellen gibt. Besonders viel EPA und DHA finden wir in fettreichen Kaltwasser-Meeresfischen, z. B. Hering, Lachs, Tunfisch und Makrele, in geringerem Maß auch im Fett von Wildtieren.

  7. Michael sagt:

    Entschluligung, habe vorhin nicht bemerkt das diese Seite auch Fischöl-Kapseln vertreibt. Aber vom Prinzip haben sie schon recht.

  8. edgar sagt:

    immer schön die „wissenschaftsnews“ im auge behalten!!!!!

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