INEOS – Keine Investitionen in Wilhelmshaven

Die britische Firma INEOS betreibt in Europa zwei Chlor-Alkali-Werke, die mit Quecksilbertechnik arbeiten. Eines ist das größte in Europa, Runcorn in Großbritannien mit 738.000 Tonnen Produktionskapazität und Quecksilberemissionen von über einer Tonne in Jahr. Wesentlich kleiner, aber immer noch größer als viele andere Anlagen ist das Werk in Wilhelmshaven, mit knapp 150.000 Tonnen Produktionskapazität und Quecskilberemissionen zwischen 49 kg (2002) und 116 kg (2004).

Die Anlage in Wilhelmshaven sollte ursprünglich im Rahmen einer Milliarden-Investition an dem Standort auf das energiesparende Membranverfahren umgestellt werden. Quecksilber hätte es dann gar keins mehr gegeben. Doch das gesamte Investitionsprojekt wurde jetzt wegen zu hoher Kosten gestoppt. „INEOS verfolgt weiterhin ein Wachstum seines Kerngeschäfts in Deutschland“, gab ein Sprecher bekannt. Dies beinhaltet hoffentlich auch die Umrüstung des Chlorwerks.

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