20 Jahre Montreal Protokoll

1987, nur zwei Jahre nachdem das Ozonloch entdeckt wurde, wurde das Montreal-Protokoll zum Schutz der Ozonschicht beschlossen. Mein Völkerrechts-Professor hat davon geschwärmt: verbindliche Ziele, wirksame Umsetzungsmechanismen, Druck auf Nicht-Mitglieder, Unterstützung für Entwicklungsländer, Mehrheitsprinzip – alles was sich Umweltschützer wünschen. Noch heute ist das Montreal-Protokoll ein Meilenstein der Rechtsgeschichte. Wenn sich die Staaten noch einmal auf solche eindeutigen Maßnahmen einigen würden, etwa beim Ausstoß von Kohlendioxid, könnten wir den Klimawandel locker in den Griff kriegen!

Jedenfalls sind im Montreal-Protokoll verbindliche Ziele vorgeschrieben, Stoffe zu reduzieren die die Ozonschicht zerstören. Der prominenteste Stoff ist FCKW – Fluor-Chlor-Kohlen-Wasserstoff, ein Produkt der Chlorchemie. Und Chlor wird damals wie heute in Europa vielfach mit Quecksilber hergestellt. Leider. Anders als beim Ozonloch fehlt beim Quecksilber der akute Handlungsdruck, deswegen dauert der Kampf dagegen auch schon hundert Jahre.

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2 Antworten zu 20 Jahre Montreal Protokoll

  1. […] Ich habe ja schon einige Jahrestage knapp verpasst (15 Jahre OSPAR, 20 Jahre Montreal-Protokoll), dieser hier war vor zehn Jahren und vier […]

  2. […] das Sinken des Öltankers Prestige im November 2002 oder die Entdeckung des Ozonlochs in den 80ern (20 Jahre Montreal-Protokoll). Auch eine der schlimmsten Katastrophe mit Quecksilber zog sich über Jahre und Jahrzehnte hin. […]

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