Emissionen senken lohnt sich

Forscher des amerikanischen Smithsonian Environmental Research Center haben untersucht, wie Quecksilber aus der Atmoshpäre in die Nahrungskette gelangt. Zunächst einmal haben sie fein dosiert über sechs Jahre etwa einen Teelöffel (!) Quecksilber an einem kanadischen See verteilt. Eine Art von Quecksilber-Isotopen in den See, eine andere in den angrenzenden Feuchtgebieten und eine dritte im höher liegenden Wald um den See.

Im Mittelpunkt der Forschung stand die Frage: Bringen Luftreinhaltemaßnahmen überhaupt etwas für die Gesundheit der Menschen die Fisch essen? Gehen dadurch die Quecksilberwerte im Fisch zurück? Die verschiedenen Isotope haben gezeigt, dass nur das Quecksilber welches direkt im See landet auch in die Nahrungskette gelangt. Das Quecksilber aus den Feuchtgebieten oder dem Wald, wurde dort nicht von Bakterien in Methylquecksilber umgewandelt.

Für die Praxis bedeutet das: je weniger Quecksilber mit Regen oder Abwasser aktuell in Gewässer gelangt, desto weniger hoch ist die Belastung der Fische dort. „Altes“ Quecksilber lagert sich irgendwann ab, so dass innerhalb einiger Jahre die Belastung von Fischen in einem See zurück geht. Für mich ein toller Ansport fleißig weiter zu arbeiten!

Der Standard und die Süddeutsche Zeitung haben mich heute mit zwei recht guten Artikel darauf aufmerksam gemacht.

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2 Responses to Emissionen senken lohnt sich

  1. […] in der Luft sinkt, würde innerhalb einiger Jahre der Quecksilbergehalt in Seen und Fischen sinken (Eintrag vom 18.9.). In Markdrewitz sieht die Realtität leider anders aus. 1788 wurde hier die erste Chemiefabrik in […]

  2. […] Wie dies genau abläuft, ist noch nicht abschließend erforscht. Offenbar ist es wichtig wo der Eintrag stattfindet und welche anderen Stoffe sich im Wasser befinden. Vor allem […]

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