Mal eine gute Delfinnachricht

Der chinesische weiße Flussdelfin „Baiji“ soll wieder aufgetaucht sein, steht im Tagesspiegel. Erst vor wenigen Monaten wurde die Art als ausgestorben erklärt. Nahrungsverlust, giftige Abwässer im Jangtze-Fluss und Fischernetze haben die Zahl zumindest stark dezimiert.

Ähnliche Probleme hat der Mekong-Flussdelfin „Irawadi“, von denen es noch 71 gibt. Zu ihrem Schutz wurden bestimmte Fangnetze in Kambodscha und Laos jetzt verboten. Besondere Sorgen bereitet aber der große Anteil tot aufgefundener Delfinkälber.

Irgendeine Substanz in der Muttermilch scheint die Kälber zu töten. Drei Möglichkeiten fallen dem WWF-Experten Petr Obrdlik dazu ein: In den Seitenflüssen des Mekong wird viel Gold gewaschen, das dabei verwendete Quecksilber gelangt über die Flüsse in die Fische, die von den Delfinmüttern gefressen werden. So könnte das giftige Metall in die Muttermilch geraten. Die zweite Möglichkeit sind Pflanzenvernichtungsmittel, von denen in Kambodscha noch sehr viele verwendet werden, die in den Nachbarländern Vietnam und Laos längst verboten sind. Die dritte Möglichkeit ist das Gift Agent Orange, das die US-Streitkräfte im Vietnamkrieg über den Nachschubwegen der Nordvietnamesen in Kambodscha versprühten. Darin enthaltene hochgiftige Dioxine werden mit der Zeit langsam in die Nebenflüsse des Mekong ausgeschwemmt.

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