Angela im Eis

Angela Merkel ist in Grönland um schmelzende Gletscher zu besichtigen – Klimawandel live. Die Gesellschaft für Bedrohte Völker hofft, dass die Reise nicht nur eine Show ist und die Ureinwohner Unterstützung erhalten, die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.

„Die Inuit in Grönland leiden heute weltweit am meisten unter den Folgen des Klimawandels“, erklärte die GfbV. Die dramatische Eisschmelze gefährde nicht nur die Nahrungsgrundlage der traditionell von der Jagd und vom Fischfang lebenden Ureinwohner, sondern auch deren Kultur und Identität. So werde die Jagd durch unstetiges Wetter, zu hohe Temperaturen, Eisschollen und den dramatischen Rückgang von Tierarten (Eisbären, Robben und Walrosse) immer schwieriger. Nach dem Willen der grönländischen Regierung sollen die Inuit daher verstärkt Fischfang betreiben. Doch weil durch den Klimawandel Umweltgifte freigesetzt werden, die bislang im Eis gebunden waren, sei Fisch oft erheblich mit Quecksilber, PCB und anderen Giftstoffen belastet. So werde Inuit-Frauen in Gesundheitszentren inzwischen davon abgeraten, ihre Kleinkinder zu stillen, da sich die Giftstoffe zu stark in ihrer Muttermilch konzentrieren.

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