Apple quecksilbert weiter

Der Apfel soll endlich grün werden. Apple-Chef Steve Jobs hatte nach jahrelangem Druck von der Greenpeace-Kampagne Green My Apple im Mai persönlich angekündigt, dass Apples Computer und Elektroprodukte in Zukunft umweltfreundlich werden sollen. Während Nokia, Dell und andere Hersteller wenigstens ansatzweise leicht recycelbare Materialien einsetzen, Schwermetalle und giftige Chemikalien reduzieren und eine weltweite Rücknahme ausgedienter Geräte garantieren, landen iPods, iMacs und iBooks als iSchrott auf Müllkippen in China und Indien und vergiftet dort Menschen und Natur. Die rote Laterne in der Greenpeace-Rangliste für Computerhersteller war ihnen sicher.

Nun liegt das erste „grüne“ Produkt von Apple vor, die vierte Generation des iMac. Das Ergebnis fällt etwas dürftig aus. Die San Jose Mercury News (eine große Tageszeitung, hat nichts mit Quecksilber zu tun) berichtet jetzt über Innovationen wie leicht recycelbare Materialien, ein Drittel geringerer Energiebedarf und effizientere Verpackungen. Aber das wichtigste Ziel wurde verfehlt, die Bildschirme enthalten immer noch Quecksilber. Während iPods und 15-Zoll Laptops mittlerweile mit LEDs auskommen, hat Apple es nicht geschafft größere Bildschirme mit der umweltfreundlichen Technik herzustellen.

Die Kommentatoren bei macnews.de sind darüber auch nicht grade begeistert. Ein Problem bei den schicken Design-Rechnern ist eben, dass sie aus einem Guss sind und nur sehr schwer Einzelteile (z.B. Bildschirm oder CD-Laufwerk etc.) ersetzt oder ausgetauscht werden können.

Advertisements

2 Responses to Apple quecksilbert weiter

  1. […] Heute geht es darum, auch noch den letzten Rest Quecksilber aus Computern zu verbannen (womit z.B. Apple noch Probleme hat). 1949 sah das noch anders aus. Um einen Computer erstmals Geräusche machen zu […]

  2. […] und Giftstoffe, Apple schnitt am schlechtesten ab von der ganzen Computer-Branche, erst eine monatelange Kampagne zwang […]

%d Bloggern gefällt das: