Österreicher im Eis untersuchen Quecksilber in Fischen

Forscher aus Österreich und Kanada sind heute zur Resolute Bay im äußersten Norden Kanadas aufgebrochen, um die Anreicherung von Schwermetallen in den arktischen Seen zu untersuchen. Der Standard aus Wien berichtet :

Dabei gilt das besondere Interesse der Forscher dem Quecksilber. Das hochgiftige Schwermetall gelangt über die Atmosphäre in die Seen. Mit fatalen Folgen: „Durch die Klimaerwärmung werden die Seen immer wärmer“, erklärt Günter Köck von der ÖAW [Österreichische Akademie der Wissenschaft]. „Dadurch erhöht sich die Stoffwechselrate der Fische, Schwermetalle reichern sich vermehrt an und gelangen über die Nahrungskette in die Körper der Menschen.“

In ihrer Presserklärung teilen die Forscher mit:

Heuer wird aus Anlass des Internationalen Polarjahres die Forschungsaktivität verstärkt. Bis 8. August 2007 werden zwei Teams gleichzeitig in rund zehn Seen in der Umgebung von Resolute Bay im äußersten Norden Kanadas Fische, Wasser, Sedimente sowie Plankton untersuchen.

Das Team um Klaus Gantner, DOC-Stipendiat der ÖAW an der University of Guelph, Ontario, widmet sich speziell der Quecksilberproblematik. Das zweite Team um Günter Köck setzt das 1997 begonnene Langzeitmonitoring von Schwermetallen sowie organischen Schadstoffen fort. Darüber hinaus werden Sedimentbohrungen durchgeführt, die Aufschluss über die Schadstoffbelastungen der letzten Jahrhunderte geben sollen.

Im Laufe des Sommers werden die Forscher auch aus Tiroler Hochgebirgsseen Proben entnehmen und ihre in der Arktis gewonnenen Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Schwermetallbelastung anwenden. Köck: „Hochgebirgsseen haben ein ähnliches Ökosystem wie arktische Seen und reagieren gleich sensibel auf Umweltveränderungen.“

Tolle Arbeit! Ich muss aber zugeben, dass es mir dort zu kalt wäre. Ich freu mich lieber wenn hier „das Quecksilber“ steigt. Symbolisch natürlich.

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