CDU-Krefeld vs. Kohlekraftwerk

Kohle enthält Quecksilber. Tatsächlich ist die Kohleverbrennung die weltweit größte Emissionsquelle für Quecksilber. In Krefeld-Uerdingen wird derzeit über den Neubau eines Kohlekraftwerks diskutiert, wie die Rheinische Post berichtete. Am interessantesten für mich ist, dass die CDU-Fraktion Krefeld sich eindeutig dagegen positioniert.

„Bei Abwägung aller Belange“, so heißt es in dem Schreiben aus Krefeld, sei man aber zu dem Ergebnis gekommen, „dass zurzeit ein Steinkohlekraftwerk dieser größenordnung massive Umweltprobleme“ mit sich bringe. Dabei hebt die CDU-Fraktion nicht nur auf die „lokale Umweltsituation“ ab, sondern auch auf die globale – Stichwort „Klimawandel“.

Für die Leistung von 890 MW müssen jährlich 2,4 Mio. Tonnen Kohle verbrannt werden, was 4,4 Mio. Tonnen CO2 freisetzt. Die unmittelbaren Probleme vor Ort resultieren aber aus den freigesetzten Schadstoffen.

 

Die CDU-Fraktion Krefeld führt auf die Schadstoffe an, die jährlich durch das 890-Megawatt-Kraftwerk freigesetzt würden: 500 Kilo Cadmium, 500 Kilo Thallium, 600 Kilo Quecksilber, eine Tonne Arsen, zwei Tonnen Nickel, sechs Tonnen Blei, 400 Tonnen Staub. Kritisiert wird auch, dass die Hälfte des Energiepotentials „nutzlos und möglicherweise umweltbelastend“ mit dem (bis zu 35 Grad warmen) Kühlwasser in den Rhein gepumpt werde.

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One Response to CDU-Krefeld vs. Kohlekraftwerk

  1. […] am Montag ausführlich über das geplante Kohlekraftwerk in Krefeld-Uerdingen, über das ich am 23. Juni geschrieben hatte. Mehr zum Protest steht auch unter http://www.uerdinger-kohlekraftwerk.de und heute in […]

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