Quecksilberverbot – und nun?

Juchu, es gab einen Durchbruch in Nairobi! Die Umweltminister der Vereinten Nationen haben sich darauf geeinigt, Quecksilber weltweit aus dem Verkehr zu ziehen. Die Zahnärzte der Amedis Klinik in Hannover frohlocken schon, dass damit „das Thema der quecksilberhaltigen Amalgam Füllungen erledigt“ sei. Doch halt! Ich kenne zwar die genauen Beschlüsse noch nicht, doch sie werden sicher nicht unmittelbar in die deutsche Gesundheitspolitik eingreifen. Es geht viel mehr darum weltweit gemeinsam Schritte zu unternehmen, damit weniger Quecksilber in die Umwelt gelangt. Dafür werden verbindliche Reduktionsziele festgelegt und evt. konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, die jedes Land umsetzen soll. Die Grundlage ist jetzt gelegt, die Umsetzung wird (leider) noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Joachim Müller-Jung, FAZ: Quecksilber soll verboten werden
Marc Engelhardt, taz: Quecksilber verboten
Angelika Slavik, Süddeutsche Zeitung: Das gefährliche Element

4 Antworten zu „Quecksilberverbot – und nun?“

  1. Peter sagt:

    Quecksilberverbot-interessantes Thema! Ich glaube es wird natürlich Menschen,die dafür und dagegen sind.Das ist doch ganz normal.Ich selbst bin dafür!Danke.

  2. Wolfgang sagt:

    So ein Schwachsinn! Quecksilber ist vor allem mal ein chemisches Element, das überall in der Natur vorkommt. Das KANN man nicht verbieten! Außerdem ist es wie alle Elemente in bestimmten Verbindungen nicht nur zwingend erforderlich, sondern sogar nützlich.

  3. Wolfgang sagt:

    P.S.

    Sie schreiben auf ihrer „Über mich“ Seite

    „Auch wenn Quecksilber schick glänzt und geschmeidig aussieht, ist es das gefährlichste nicht-radioaktive Element das es gibt.“

    Das ist meines Erachtens fachlich falsch. Als anorganischer Chemiker würde ich Beryllium und Thallium als erheblich gefährlicher einschätzen und für diese Elemente gibt es trotzdem Anwendungen, in denen diese Elemente bisher durch nichts zu ersetzen sind. Ich stimme überein, daß man die Freisetzung jeglichen giftigen Stoffes in die Umwelt, soweit es technisch möglich ist, ausschließen soll, nur darf man dabei nicht vergessen, daß diese Stoffe chemische Elemente sind, die überall auf der Erde in natürlicher Form vorkommen. Insofern ist insbesondere der Gedanke an ein „Verbot“ aus meiner Sicht lächerlich und zeugt vor allem von Unkenntnis einfachster naturwissenschaftlicher Zusammenhänge, so ehrenwert Ihr Ziel sonst auch sein mag.

  4. Stefan sagt:

    Hallo!

    So richtig kann ich der Sache nicht folgen….

    Die Welt will Quecksilber „verbieten“ (zu der Möglichkeit, das zu tun, siehe die anderen Kommentare), die EU verbietet aber erst mal die herkömmlichen Glühlampen –> diese sollen unter anderen durch die (quecksilberhaltigen!!!) Energiesparlampen ersetzt werden!

    Verstehen muss man das vermutlich nicht!

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